Ein Projekt mit dem iPad begleiten: Waldprojekt

Die folgenden Lernaktivitäten sind Empfehlungen für das Waldprojekt, welches das Gymnasium Klosterschule in Hamburg zu Beginn der Sekundarstufe I durchführt.

Eine grundlegende Einführung in die Bedienung der Kamera findet sich auf diesen Webseiten.

Hier ist ein Verweis auf 30 Aktivitäten von Apple. darunter auch die, ein Fotowort in Pages zu erstellen und so das Dokument auffällig zu gestalten.

Das Maßband

Ein Projekt mit dem iPad begleiten: Menschen in schwierigen Situationen

Die folgenden Lernaktivitäten werde ich im Rahmen einer Fortbildung am Gymnasium Klosterschule vorstellen. Das Projekt „Menschen in Schwierigen Situationen“ wird dort systematisch in der Mittelstufe behandelt. Als Lernprodukt soll am Ende ein Podcast herauskommen, in dem die Schülerinnen und Schüler Menschen in schwierigen Situationen interviewen, sich in die hineinversetzen und eine Haltung zu der Situationen entwickeln.

Die folgenden Lernaktivitäten scheinen mir zur Unterstützung des Projekt geeignet:

Kollaborative Sammlung von Interview-Fragen

Bevor eine Schülergruppe ein Interview startet, sollte sie zunächst den Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fragen kennen. Offene Fragen bringen den Interviewpartner zum Reden („Was halten Sie von den Klima-Demos?“) während geschlossene Fragen meist mit einem Ja oder Nein beantwortet werden können und bestenfalls zur vergleichenden Meinungsabfrage geeignet sind („Glauben Sie, die globale Erwärmung ist menschengemacht?“).

Nach diesem und weiteren journalistischem Grundwissen, machen die Lernenden sich an eine Sammlung von Interviewfragen. Dazu brauchen Sie ein schnelles Tool, welches nicht aufwändig zu bedienen ist und bestenfalls über alle Gerätegrenzen und Betriebssysteme hinweg funktioniert. Deswegen sei hier auch keine App empfohlen, obwohl es verlockend klingt, eine geteilte Notiz oder ein kollaboratives Pages-Dokument dazu einzusetzen, sondern auf eine schnelle Web-Technologie verwiesen: Etherpads.

Etherpads sind Webseiten, die eine Texteingabe von mehreren Benutzern zulassen und die Eingaben in Echtzeit darstellen. Dabei erstellt der erste Benutzer ein Etherpad und gibt den Link zu seiner Webseite seinen Mitarbeitern weiter, die dann direkt in das Textdokument hineinschreiben können.

Die meisten Etherpad-Anbieter bieten kostenlose Versionen an, da ein paar Textseiten nicht viel Speicher und Bandbreite benötigen. Dann sollte noch darauf geachtet werden, dass der Anbieter in Deutschland sitzt und sich an die DSGVO hält. Ein Fall dafür ist z.B.

Auf der Webseite heißt es: yopad.eu ist ein Internetangebot von »jugend.beteiligen.jetzt – für die Praxis digitaler Partizipation«, einem Kooperationsprojekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR)und von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Erstellen eines Projektplans, einteilen von Zuständigkeiten

Es gibt dutzende Apps zur Selbstorganisation, To-Do Listen, Mindmaps, Kanban-Boards, Projektmanagement, Prozesspläne, Strukturdiagramme und vieles mehr. Sicher sind diese elegant, schnell, motivierend, manche auch hübsch gestaltet. Aber sind die Anbieter nächstes Jahr noch da? Bleibt das Modell kostenlos? Und wenn etwas kostenlos ist, wie finanziert sich die Firma? Sind die Anbieter Datenschutzkonform? Müssen Daten-Auftragsverarbeitungs-Verträge (AV-Vertrag) abgeschlossen werden? Braucht man die Einwilligung der Eltern?

All dies ist nicht zu beachten, wenn man lokal auf dem iPad (ohne Cloud-Sync) ein Tabellendokument öffnet und das Projekt dort plant und die Ressourcen einteilt. Ich habe dazu einmal eine Numbers Datei erstellt, in der man auf der ersten Seite die einzelnen Schritte des Projektes überlegt, auf dem zweiten Reiter die Zuständigkeiten festlegt und auf dem dritten Reiter die zeitliche Abfolge der einzelnen Arbeitsschritte festhält.

Aus meiner Erfahrung tut es Schülerinnen und Schülern sehr gut, wenn man sie zwingt, bevor sie mit dem eigentlichen Projekt anfangen, sich einmal so einen Plan zu überlegen. Außerdem hat man als Lehrkraft dann die Möglichkeit, die tatsächliche Leistung der Schülerinnen und Schüler mit der geplanten abzugleichen und zu erkennen, ob ein Projekt hängt und warum.

Videoanalysen von Bewegungen für Physik oder Sport

Die Kamera im iPad kann gut benutzt werden, Objekten automatisch zu tracken und die Bewegung auszuwerten.

Filmen Sie ein bewegtes Objekt und bestimmen Sie durch Tippen das Bildelement, das automatisch verfolgt werden soll. Video Physics erkennt automatisch den Pfad des Objektes und generiert sofort Messreihen und Graphen für Position und Geschwindigkeit des Objekts: Video Physics im App Store

Im Sportunterricht kann eine Videoanalyse hilfreich sein, um Bewegungsabläufe zu schulen. Mein Kollege Thorsten Puderbach hat eine schöne Übersicht über Apps im Sportunterricht zusammengestellt: PDF-Dokument öffnen

Geschichten erzählen mit digitalen Anziehpuppen

In diesem Beispiel von Ingo wird gezeigt, wie man mit der App Sock Puppets Geschichten erzählen kann.

Ich kann außerdem noch die folgenden Apps empfehlen, die man gut zum Geschichten erzählen benutzen kann:

  • Puppet Pals
  • Draw & Tell
  • Shadow Puppet Edu
  • Superhero Comic Maker (mehr zu Comics in einem späteren Beitrag)
  • Toontastic (aufwändig dafür sehr eindrucksvoll mit 3D-ähnlichem Aussehen)

Digitale Kunst am iPad erstellen: Zeichnen, Malen, Collagen, Videokunst

Zeichnen

Nr. 1 App fürs Zeichnen in der Schule: Tayasui Sketches School im App Store

Collagen

Kollaborativ mit mehreren Lernenden eine Collage zu einem Thema anfertigen: Webseite https://strange.garden Hier ein Beispiel einer Collage, was Vegetarier nicht essen.

Videokunst

Die eigenen Bewegungen zeitversetzt anzeigen lassen (ein zeitverzögerter Spiegel): Bust a Move Video Delay im App Store

Versuchsdokumentation mit Aufbau, Sicherheitseinweisung, Durchführung und Nachbereitung: Rezepte und Versuchsbeschreibungen

In diesem YouTube Video zeigt Anna Schritt für Schritt, wie man mit der App Clips ein Rezept als Erklärvideo darstellt.

Etwas allgemeiner, wie man Clips für Erklärvideos einsetzt, sehen Sie hier:

Eine grundlegende Einführung in Clips erhalten Sie hier:

Eine QR-Code Rallye bzw. digitaler Gallery-Walk

Es macht großen Spaß, Informationen so zu verstecken, dass sie nicht auf den ersten Blick sichtbar sind. So werden Lernende zu digitalen Schatzsuchern. Die einfachste Technologie, bei der es gleichzeitig auch sinnvoll ist, ihre Verwendung im Alltag zu schulen, ist die des QR-Codes. Andere Wege sind denkbar, es gibt viele Apps, die z.B. ein Bild oder einen Gegenstand digital aufleben lassen, sobald man ihn durch die iPad Kamera betrachtet, doch sind in der Vergangenheit solche Apps schnell auch wieder verschwunden oder sind auf teure Bezahlmodelle umgeschwenkt. QR-Codes brauchen keine App, die im iPad eingebaute Kamera App erkennt die Codes automatisch!

Da die iPad Kamera App meist aber nur Links zu Webseiten richtig umsetzt, empfiehlt es sich, den Codescanner ins Kontrollzentrum zu legen. Hier ist die Anleitung, wie das geht.

In einem QR-Code kann man folgende Informationen „verstecken“, die im Unterricht sinnvoll sein könnten:

  • Links zu Webseiten
  • Text
  • Einen Ort (GPS-Daten)
  • E-Mails, vorformuliert, die auf dem iPad das Programm Mail öffnet
  • Telefonnummern
  • Visitenkarten (z.B. für Lehrkräfte, die so auf dem Elternabend ihre Kontaktdaten herausgeben)

Ein Code kann jeder erstellen, einfach den gewünschten Text oder Link zu einer Webseite auf dem iPad in die Zwischenablage kopieren und dann mit Safari eine QR-Code Generator Webseite öffnen. Davon gibt es auch hunderte, ich benutze https://www.qrcode-monkey.com/de/

Den Code kann man beispielsweise auf einem Multimedialen Lernplakat als weitere Vertiefung, als Link zu einem Video oder als Lösungstext anbieten.

Ein Beispiel für einen Lösungstext in einem QR-Code habe ich in diesem Pages-Dokument versteckt.

Und wenn man das ganze analog noch etwas kreativ/künstlerisch aufbereiten möchte, kann man die Lernenden erst einmal den Code ausmalen lassen, bevor die Kamera ihn erkennt: https://mal-den-code.de

Die Wirkung von Medien untersuchen: Einen Trailer analysieren

Mit iMovie kann man nicht nur Filme schneiden sondern auch Trailer drehen. iMovie beinhaltet Vorlagen zu verschiedenen Arten von Trailern, z.B. für Actionfilme, Bollywood-Filme, Abenteuerfilme u.v.m., die man anschließend mit seinen eigenen Videoschnipseln und Texten befüllt.

Auf diese Weise lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur den Umgang mit dem Programm, sondern auch, wie ein Trailer idealerweise aufgebaut ist und wie die Wirkung aus Videoschnipseln, Musik und Text-Einblendungen zusammenspielt.

Eine grundlegende Einführung in die App iMovie erhalten Sie hier: