#BentoBooks als Buchpräsentation

Diese Idee ist zu fantastisch, als dass ich sie hier nicht „retweeten“ müsste. Durch Frau EmmEn bin ich auf diese Form der Buchpräsentation aufmerksam geworden, bei der das Buch auf einem Bild in der Mitte platziert wird und dann aussagekräftige Gegenstände darum drapiert werden, wie in einer Bento Box.

Dann werden mit einem digitalen Tool wie z.B. der App Pages oder einem Webdienst wie H5P (eingebaut im LMS.lernen.hamburg) oder der nicht DSGVO konformen aber bekannten kommerziellen Version ThingLink.com so genannte „Image Hotspots“ gesetzt, die beim Antippen nähere Erklärungen bieten.

Quelle: https://www.thinglink.com/scene/1144747207040172034

Hier der Link zum Original-Artikel von Frau EmmEn mit einer ausführlicheren Erklärung!

Book Creator

Die folgenden Informationen rund um die Software Book Creator habe ich für eine angefragte Fortbildung an der Schule Lutterothstraße zusammengestellt.
Viel Spaß beim Stöbern.

App oder Online-Dienst

Book Creator gibt es auf zweieinhalb Arten. Entweder als App oder als Online-Dienst.

Die App arbeitet lokal auf einem Gerät und kann deswegen nicht Bücher kollaborativ erstellen. Es gibt die App als „Book Creator One“ zum kostenlosen ausprobieren, hier kann genau ein Buch erstellt werden. Oder als Vollverion „Book Creator“ ohne den Zusatz „One“, mit der beliebig viele Bücher erstellt werden können.

Der Online-Dienst rechnet pro Benutzer und Buch ab. Derzeit gibt es eine kostenlose Version, in der man 40 Bücher anlegen kann und weitere Pläne und Preise, die man auf der Webseite erfahren kann.

Ein erstes Beispiel

Die Schülerzeitung der Schule Lutterothstraße wird bereits mit Book Creator gemacht! Schau dir hier die erste Ausgabe an


Jan Vedder hat ein einem 5 Minuten Erklärvideo die wichtigsten Funktionen vorgestellt:


In zwei super Selbstlernkursen kannst du dich in deinem eigenen Tempo Schritt für Schritt mit den Funktionen der Software vertraut machen. Der erste Kurs kommt vom Stadtmedienzentrum Karlsruhe, der zweite vom Moodletreff.


Im Digital Learning Lab (kurz dll), welches von der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg, der TUHH, dem ITBH und der Joachim Herz Stiftung betrieben wird, findet sich eine Toolbeschreibung mit einer ersten Datenschutz-Abschätzung. Für eine rein technische Analyse der Daten und des Datenabflusses der Webseite bookcreator.com kann man gut das Tool „webkoll“ benutzen. Und die Kolleginnen und Kollegen von Datenschutz-Schule haben sich die Online-Variante von Bookcreator auch einmal angesehen.


Abschließend seien ein paar Beispielbücher verlinkt, um sich Inspirationen für die Anwendung im Unterricht zu holen.

Planung eines Schulentwicklungstags, einer Pädagogische Konferenz zum Thema iPad

Mit dem DigitalPakt sind Gelder in die Schulen geflossen, die sie oft für die Anschaffung von iPads genutzt haben. Doch nun stehen viele vor der Herausforderung, diese sinnvoll in den Unterricht einzubetten. Mit dem folgenden Material möchte ich eine Hilfestellung geben, so einen Tag zu gestalten.

Eine grafische Übersicht über den Ablauf so eines Tages findest du hier. Auf diesem Conceptboard sind auch alle Dateien enthalten, die du brauchst, um die Vorlage an deine Schule anzupassen.

Klicke in dem Conceptboard oben im Menü auf „Board“ >> „Angehängte Dateien“ um die original Pages Dokumente herunterzuladen und anzupassen.

Viel Erfolg!

Spielbücher, alternative Enden und nicht lineare Geschichten

Es war spät abends, als K. ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee. Vom Schloßberg war nichts zu sehen, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch nicht der schwächste Lichtschein deutete das große Schloß an. Lange stand K. auf der Holzbrücke, die von der Landstraße zum Dorf führte, und blickte in die scheinbare Leere empor.

(Anfang von Franz Kafkas „Das Schloss“)

Soll K. sich ein Nachtlager suchen? Dann lies weiter auf Seite 11.

Soll K. gleich in der Dunkelheit zum Schloss gehen? Lies weiter auf Seite 42.

So ähnlich funktionieren alle Spielbücher, eine Vorform der Fantasy-Rollenspiele, die ich als Jugendlicher sehr geliebt habe und noch bis heute schätze. Die Geschichte wird dabei nicht linear erzählt, sondern der Leser entscheidet, wie es mit der Hauptfigur weitergeht, indem er zu verschiedenen Seiten des Buches springt (hier ein populäres Beispiel).

In der Schule habe ich in meinem Deutschunterricht solche nicht linearen Erzählweisen genutzt, um Alternative Enden zu einer Geschichte zu erfinden. Die Lernenden bekamen den Auftrag, nicht nur ein alternatives Ende zu einer Geschichte zu schreiben, sondern als Gruppe sich mehrere Stationen zu überlegen, wie es weitergehen könnte. Das macht allen Spaß, erzwingt ein Hineinversetzen in die Erzählung, benötigt Kreativität und viel Kommunikation und Zusammenarbeit in der Gruppe.

Softwaremöglichkeit 1: Twine

Eine technische Hilfe, Spielbücher zu schreiben bietet die Software Twine, sie ist verfügbar für Windows, macOS, Linux und kann auch lokal im Browser genutzt werden. D.h. dass man den Browser benutzt, die Geschichte zu schreiben und zu strukturieren, ohne weiter online sein zu müssen. Die Browser-Variante läuft auch auf Safari auf den iPads, sodass ich mit meiner damaligen iPad-Klasse ohne Download und Installation loslegen konnte. Twine ist enorm vielseitig, standardmäßig erstellt man eine schwarze Textseite, auf die man Bilder und Links packt, über die man zu den einzelnen Erzählfragmenten gelangt.

Screenshot des Endproduktes der Twine-Geschichte

Die Stärke der Software ist dabei die Übersichtlichkeit, denn nach wenigen Abzweigungen verliert man schnell die Übersicht, was die Hauptfigur alles machen kann und gemacht hat. In Twine wird jedes Erzählfragment als kleiner Kasten dargestellt und die Verknüpfungen als Linie, wie in einem Fluss-Diagramm.

Screenshot der Übersicht in Twine

Leider ist die Software nicht darauf ausgelegt, dass Kleingruppen kollaborativ an einer Geschichte schreiben, d.h. eine naheliegende Aufteilung in verschiedene Erzählstränge und anschließendes Zusammenfügen ist schwierig.

Auch das Endprodukt von Twine ist auf dem iPad schwierig zu handeln, es ist eine HTML-Datei. Diese kann theoretisch mit jedem Browser gespielt werden kann, leider ist jedoch das Abspeichern und die Weitergabe einer HTML-Datei mit dem iPad nicht trivial.

Softwaremöglichkeit 2: Pages

Eine auf dem iPad in meinen Augen bessere Alternative ist wieder einmal Pages. Hier gibt es Vorlagen für Bücher, die man bearbeiten, speichern, weitergeben und zusammenfügen kann. Alles was man braucht, ist das Wissen, wie man in Pages Objekte mit einem Link versieht, um zu bestimmten Seiten zu springen. Hier eine kurze Anleitung.

Mit Pages könnte ein Workflow in der Klasse mit iPads wie folgt aussehen:

  1. Die Lehrkraft erstellt eine Buchvorlage in Pages
  2. Sie nutzt AirPlay, um ihr Vorhaben zu erläutern und teilt in einem Unterrichtsgespräch Gruppen ein, die verschiedene Wendungen der Geschichte verfolgen.
  3. Sie zeigt, wie man in Pages Objekte hinzufügt und diese mit einem Link zu einer Seite versieht.
  4. Sie teilt die Vorlage per AirDrop an die Lernenden aus.
  5. Die Gruppen schreiben die Geschichte gemäß ihren Vorgaben weiter. Am Ende der Gruppenarbeit schicken sie ihr Ergebnis per AirDrop an die Lehrkraft oder eine Schülerin / einen Schüler, der sich bereiterklärt, aus den verschiedenen Pages-Dokumenten wieder ein einziges zu machen, indem er die Seiten der Gruppe markiert, kopiert und in ein zentrales Dokument einfügt.
  6. Die fertige Geschichte wird als EPUB Datei exportiert und kann auf jedem Smartphone, iPad oder E-Book Reader gelesen werden.
  7. Wenn die Geschichte richtig gut geworden ist und auch auf Rechtschreibung geprüft wurde, wäre es sogar denkbar, das Buch auf Apple Books zu veröffentlichen.

Die folgende Beispiel-Datei habe ich im Laufe eines Vormittags erstellt.

Gesammelte Erfahrungen – oder – der Leitwerkzeugwechsel

Fast täglich erreichen mich Anfragen, mit welcher Software man am besten auf einem iPad in der Schule startet. Meine Antwort ist jedes Mal, dass man zuerst die Lernaktivitäten gestalten soll um sich dann nach passender Software umzusehen. Doch für Inspirationen, was mit einfachen Werkzeugwechseln möglich ist, sind solche Listen oft gar nicht schlecht. Deswegen hatte ich bereits eine Liste hier veröffentlicht, die ich in letzter Zeit aktualisiert und um WebClips erweitert habe. Die Inspirationen habe ich meinerseits aus den Gesprächen mit Systemadministrator*innen, Medienpädagog*innen und Pädagog*innen gewonnen und in Listenform gesammelt.

In diesen Gesprächen wurde deutlich, dass in der Schule mit dem iPad kein Leitmediumwechsel vonstatten geht – es dominiert immernoch das Schulbuch, vielleicht ergänzt durch aktuelle YouTube Videos und Fernsehsendungen – sich jedoch die Werkzeuge langsam verändern. Statt einer klassischen Schreibkonferenz finden im Deutschunterricht zunehmend kollaborative Textbearbeitungen statt, im Naturwissenschaftlichen Unterricht wird das iPad als Experimentierkasten benutzt, der mit zahlreichen Sensoren und der Möglichkeit der anschließenden Datenbearbeitung und Visualisierung u.v.m.

Ich begrüße diesen Leitwerkzeugwechsel, weil er die Chance bietet, den Unterricht mehr auf die 4K auszurichten: Kollaboration, Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken.

Insofern hoffe ich, dass Ihnen die Liste eine Inspiration ist, für einen Werkzeugeinsatz gemäß der 4K. Sie werden keine einzige App darauf finden, die nur Inhalte wie z.B. ein digitales Schulbuch darstellt.

Dateien einfach auf Windows & Co übertragen

Das Problem kennen viele Lehrkräfte. Man leiht sich den iPad Koffer für die Doppelstunde aus, lässt die Lernenden z.B. weiter an einer Präsentation arbeiten und muss am Stundenende alle Präsentationen irgendwo sichern, damit sie in der nächsten Doppelstunde wieder zur Verfügung stehen, auch wenn die iPads dazwischen von anderen Lernenden genutzt werden.

Um das zu erreichen gibt es mehrere Lösungswege.

  1. iPad zu iPad (bzw. Mac oder auch iPhone) übertragen mit AirDrop
  2. Verwenden des Schulservers und bestenfalls der passenden App, um Dateien vom iPad auf den Schulserver zu übertragen.
  3. Nutzen von Shared iPad, einer Lösung von Apple, die auf die iCloud setzt und deswegen nicht von allen Schulen genutzt werden darf.
  4. Übertagen von Dateien so einfach wie mit AirDrop aber egal von und zu welchem Gerät mit LANDrop.

Lösung 1 / AirDrop
Das Senden einer Datei von einem iPad zu einem anderen iPad oder einem Apple Gerät ist mit AirDrop sehr einfach. In diesem Support-Artikel steht, wie man AirDrop auf einem iPad oder iPhone benutzt:
https://support.apple.com/de-de/HT204144
In diesem Support-Artikel steht, wie man AirDrop auf einem Mac benutzt:
https://support.apple.com/de-de/HT203106

Lösung 2: Schulserver
Viele Schulserverlösungen bieten mittlerweile auch eine eigene App an, die dazu genutzt werden kann, Dateien an den Server zu übertragen. Im sehr prominenten Fall IServ, das an vielen Hamburger Schulen genutzt wird, wäre der Ablauf dann ungefähr so:
1. Installieren der App und erstes Öffnen der IServ App, um sich am Schulserver mit Benutzername und Passwort anzumelden.
2. Erstellen des Lernproduktes, z.B. einer Keynote Datei.
3. Am Stundenende auf den Teilen Button in Keynote tippen und dann im Share-Sheet die IServ App auswählen.
4. Je nach Beschaffenheit der Schulserver App wird dann noch gefragt, wohin man die Datei ablegen möchte.
5. Nach Hause gehen.
6. In der nächsten Stunde win iPad nehmen, als erstes wieder die Schulserver App öffnen und sich wieder mit Benutzername und Passwort anmelden.
7. In der Schulserver App die Keynote Datei wiederfinden und dann auf der iPad herunterladen.
8. Weiterarbeiten und bei Stundenende wieder mit Schritt 1 beginnen.

Lösung 3: Shared iPad
Infos zum Shared iPad und was man für Voraussetzungen braucht, finden sich in diesem Artikel:
https://support.apple.com/de-de/guide/mdm/cad7e2e0cf56/web

Lösung 4: LANDrop
Ziel ist, dass alle Lernenden am Stundenende mit einem Klick Ihre Dateien an ein x-beliebiges Gerät der Lehrkraft oder z.B. an den Klassen-PC senden und diese Dateien dann in der nächsten Stunde mit nur einem Klick wieder ausgeteilt werden. Dazu verwendet man eine kleine Software namens LANDrop, die kostenlos und open source ist.
1. Installieren der App LANdrop auf allen Geräten. Das geht für iPads, Android, Windows, Mac, Linux hier:
https://landrop.app/#downloads
2. Erstellen des Lernprodukts, z.B. einer Keynote Datei
3. Am Stundenende auf den Teilen Button in Keynote tippen und dann im Share-Sheet LANDrop auswählen. Es öffnet sich direkt LANDrop und man kann alle Geräte im Netzwerk sehen, die auf LANDrop installiert haben.

4. Am empfangenden Gerät der Lehrkraft (oder dem Klassen-PC) die Datei annehmen.

5. Nach Hause gehen.
6. In der nächsten Woche die Dateien vom Gerät der Lehrkraft per LANDrop wieder austeilen.

Fragen und Anmerkungen bitte unten in die Kommentare 🙂

Zuhören üben, Töne sammeln, Geschichten vertonen

Einführung

Transkript der obigen Audio-Datei: „Zuhören kann man üben. Und jede Geschichte wird spannender, wenn man die Atmosphäre mitgestaltet. Das Medium Ton ist im Unterricht noch eher selten vertreten, weil es oft an Technik fehlt, Töne herzustellen, zu konservieren oder abzuspielen. Allenfalls im Fremdsprachenunterricht werden CD-Player oder das interaktive Whiteboard dazu genutzt, fertig produzierte Geschichten vorzuspielen. Aus medienpädagogischen Gesichtspunkten ist es jedoch ratsam, wenn die Lernenden früh erkennen, wie man mit Tönen gestalten kann, welchen Einfluss sie auf eine Geschichte haben und wie man sowohl die Töne selbst digital manipulieren kann als auch die damit verbundenen Geschichten verändern kann.“

Auf der Webseite Ohrenspitzer.de gibt es viele tolle Anregungen, Geräusche zu sammeln bzw. täuschend echt nachzumachen. Als Feuerspeienden Drachen kann man z.B. das Geräusch eines Dampfbügeleisens aufnehmen.

Das iPad eignet sich sehr gut dazu, Geräusche zu sammeln, mit anderen zu teilen und zu einer Geschichte zusammenzustellen. Ich würde hier je nach Kompetenz der Lernenden entweder ganz einfach mit Keynote arbeiten und die Geräusche-Sammlung auf vorbereiteten Folien durchführen oder ein auf Ton ausgerichtetes Programm wie Garage Band einsetzen. Hier kann man auch sehr schön zeigen, wie einfach es ist, Töne digital zu verändern. Ein spielerischer Auftrag, eine eigenes Hörspiel zu erstellen entzaubert gleichzeitig die Medienwelt und macht die Lernenden zu kompetenten Gestaltern statt zu passiven Konsumenten.

Diversität erkennen und kreativ damit umgehen

In einer tollen Fortbildung heute hörte ich, dass einige Jugendliche sich nicht trauen, ihre eigene Hautfarbe in Bildern zu zeigen. Werden sie aufgefordert, im Kunstunterricht die Hautfarben zu mischen, wählen sie oft das stereotypische „Rosa“ oder „Hautfarben“ aus dem Standard-Buntstiftsatz.

Ich möchte das Thema kreativ aufgreifen und mit Hilfe von Technologie bei der genauen Bestimmung der Hautfarbe zu helfen. Das Ergebnis kann dann als Grundlage für den Kunstunterricht genommen werden – im Sinne einer Farbpalette – oder natürlich für einen schüler*innenzentrierten Einstieg in das Thema Diversität.

Die Schülerinnen und Schüler gestalten eine Seite einer Präsentation, fügen ein eigenes Foto und Namen ein, bestimmen dann mittels der Farb-Pipette ihre Hautfarbe. Zum Schluss kann noch eine Person alle Folien in eine Keynote Datei übertragen und die vielen bunten Kästchen der Einzelfolien zu einem Mosaik zusammensetzen.

Lernende ein Quiz erstellen lassen

Für eine Fortbildung an der Schule Molkenbuhrstraße habe ich zwei Vorlagen erarbeitet zum Thema „Was passt nicht in die Reihe?“. Anlass war die Überlegung, dass man so ein Quiz zwar wunderbar mit Apps wie Kahoot oder Quizlet durchführen kann, die Lernaktivität bei den Schülerinnen und Schülern aber nicht besonders komplex ist, sondern über die dritte Stufe der Bloomschen Taxonomie nicht hinausgeht (siehe dazu meinen Artikel zur Klassifizierung der Lernaktivitäten). Somit muss eine komplexe Aufgabe her, welche die Lernenden dazu animiert, selbst zu forschen, analysieren, vergleichen und dann ein eigenes Lernprodukt zu erstellen.

Für die Gestaltung von Lernprodukten haben mir immer Dateivorlagen geholfen, die ich zunächst erstellt und meinen Schülerinnen und Schülern zu Beginn der Einheit ausgeteilt habe. Dann habe ich ihnen bei Bedarf noch in der ersten Stunde gezeigt, wie sie mit der Vorlage ihr eigenes Produkt erstellen. Später war dieser Schritt jedoch kaum noch notwendig.

In Pages lässt sich gut ein Poster gestalten, auf dem man unten einen QR-Code platziert, um die richtige Antwort zu erhalten. Diese Poster können die Lernenden dann untereinander austauschen und so anhand der Aufgaben anderer ihr Wissen überprüfen. Wie man die Vorlage anpasst und selbst Bilder einfügt, zeige ich im folgenden Video.

Nutzt man Keynote, ist das ganze methodisch eher so angelegt, dass man das Quiz eher mit der ganzen Klasse auf einmal spielt. Die Präsentation der Lernergebnisse ist dann eher synchron, wenngleich auch der Austausch der Keynote-Dateien für eine asynchrone Übung denkbar ist. Die Anpassung der Keynote Datei mit eigenen Bildern erfolgt analog zu Pages, man kann genauso mit Slideover oder dem Menüpunkt „Fotos und Videos“ arbeiten wie ich es im oberen Video dargestellt habe.

Ich würde mich freuen, einige Ergebnisse zu sehen. Vielleicht darf ich sie hier ja auch anderen zur Verfügung stellen? Schreiben Sie mir eine Mail oder hinterlassen Sie einen Kommentar. 😃

Klassifizierung von Lernaktivitäten

Wie SAMR, ICAP, Bloom und 4K zusammenhängen

Es gibt unterschiedliche Modelle, digitale Lernaktivitäten zu klassifizieren. Das wohl bekannteste ist das SAMR Modell nach Ruben Puentedura, welches bereits seit Jahren dazu verwendet wird, den Einsatz von Technologie zu hinterfragen, welchen Mehrwert (oder besser Neuwert) der Einsatz bringt. Die vier SAMR-Stufen sind:

  1. Substitution
  2. Augmentation
  3. Modification
  4. Redefinition
Bildquelle: Artikel zum SAMR-Modell von der Uni Paderborn

Mir noch nicht so lange bekannt ist das ICAP Framework von Michelene T. H. Chi and Ruth Wylie, welches auch vier Stufen von Lernaktivitäten unterscheidet, jedoch nicht (nur) speziell auf Technologie angewendet werden kann. Die vier ICAP Stufen sind:

  1. Interactive
  2. Constructive
  3. Active
  4. Passive
Bildquelle: https://kaneb.nd.edu/assets/286638/icap_framework_summary.pdf

In die Jahre gekommen schien Benjamin Blooms Taxonomie aus den 1950er Jahren, welche aber für die digitalen Kompetenzen überarbeitet wurden. Man unterscheidet demnach die folgenden sechs Arten von Lernaktivitäten:

  1. Erinnern (remember)
  2. Verstehen (unterstand)
  3. Anwenden (apply)
  4. Analysieren (analyze)
  5. Evaluieren (evaluate)
  6. Erstellen/erschaffen (create)
Bildquelle: Videoausschnitt von Common Sense Education

Und schließlich immer wieder mit dabei sind die 4K, die so genannten „21st Century Skills“, im deutschsprachigen Raum vor allem von Andreas Schleicher vorgestellt, erdacht jedoch von einer Non-Profit Organisation in den USA. Die 4K sind:

  1. Kommunikation
  2. Kollaboration
  3. Kreativität
  4. Kritisches Denken

Synthese

Ganz gleich, welches Modell man für seine eigenen Anforderungen zur Planung und Reflexion des Technologie-Einsatzes anwendet, in allen sehe ich die Gemeinsamkeit, dass der Einsatz der Technologie nicht als bloßer Ersatz eines analogen Vorgangs angelegt sein sollte (zumindest nicht langfristig) sondern auf ein tieferes Lernverständnis abzielt.

In Puenteduras SAMR Modell ist es deutlich ausgesprochen, dass die Lernenden sich auf der höchsten Stufe (Redefinition) kreativ und problemlösungsorientiert mit Inhalten auseinandersetzen. Doch genauso kann man die anderen Modelle nehmen, um das Lernen zu einem interaktiven und kreativen Prozess zu machen, der einem zum kritischen Denken führt.

Bei der Planung des eigenen Unterrichts sollte man sich demnach die folgenden Fragen stellen:

Nutze ich Technologie, um das Lernen besser zu gestalten als es ohne die Technologie möglich wäre?

Entspricht der SAMR-Stufe 3 und 4

Ist die Lernaktivität interaktiv und konstruktiv?

Nach dem ICAP Framework

Sind die Lernenden in meiner geplanten Aktivität dabei, die sog. höheren Denkstrategien anzuwenden, wie analysieren, evaluieren oder erschaffen?

Nach Blooms Digitaler Taxonomie

Bietet meine geplante Lernaktivität Möglichkeiten des Austauschs, der Zusammenarbeit, der Kreativität und bestenfalls des kritischen Denkens?

Nach den 4K

Anwendungsbeispiel und Starthilfe

In mehreren Übersichten versuchen nun Pädagoginnen und Pädagogen die Lernaktivitäten Modellen zuzuordnen. Das bekannteste möchte ich hier kurz vorstellen:

Das Padagogy Wheel von Allan Carrington

Bildquelle: Deutsche Version (siehe unten)

Deutsche Version 4.1

Englische Version 5.0